Blumen auf der Roswies

Von Aline Sloksnath ‒ 12. Januar 2024

Die Planung auf der Roswies nimmt Form an – wenn auch nur vorübergehend.

Verdissimo bekam die Bewilligung fürs Containerprovisorium auf der Roswies. (Bild: cef)
Verdissimo bekam die Bewilligung fürs Containerprovisorium auf der Roswies. (Bild: cef)

Die Zukunft der Roswies beschäftigt schon lange. Ende Jahr gab es eine erste, wenn auch nur vorläufige Antwort. Der Blumen- und Geschenkladen Verdissimo bekam die Bewilligung für ein Containerprovisorium. Befristet auf fünf Jahre. Die Idee ist nicht neu, bereits Anfang 2023 wurde sie bekannt. Wann das Provisorium eröffnen wird, ist unklar. Verdissimo meint auf Anfrage, dass von ihrer Seite noch einiges abzuklären sei. Letzten Frühling signalisierte auch Gastronom Christian Krahnstöver sein Interesse an einer Zwischennutzung, an einem Pop-Up-Restaurant für seinen Wilden Kaiser. Weiterverfolgt hat er das Baugesuch nicht; seit letztem Oktober serviert er seine moderne österreichische Küche in der Trichtenhausermühle. Neben dem Blumenladen sind auch die Schafe und Pferde weiterhin auf der Roswies zuhause – unbefristet, wenn auch halbjährlich kündbar.

Unklare Zukunft

Doch was passiert zukünftig? Die Antwort von Melanie Marday-Wettstein, Kommunikationsverantwortliche der Gemeinde, klingt vage: «Wie sich das Areal langfristig entwickeln soll, ist noch völlig offen. Die Zwischennutzung sollte nicht zur Präjudiz für die definitive Nutzung werden. Die Ausgangslage aber ist klar: Im Gegensatz zum Dorf mangelt es im Zollikerberg an einem eigenen, belebten Zentrum.» Der Wunsch danach existiert in der Bevölkerung seit Jahren. Kein einfaches Vorhaben: Durch die Gleise der Forchbahn und die Forchstrasse ist der Zollikerberg räumlich praktisch in zwei geteilt. Viel ändern kann die Gemeinde daran nicht, das liegt ausserhalb ihres Zuständigkeitsbereichs. «Aber der Gemeinderat kann seine eigenen Grundstücke aufwerten», heisst es weiter. Genau das soll in Zukunft passieren, mit dem Fokus auf den Roswies-Gerensaal-Quartiertreff. Wann, das steht noch in den Sternen. «Wir stehen erst am Anfang und haben einen langen Weg vor uns. Es wird kein Sprint, sondern realistischerweise ein Marathon.» Fest steht jedoch, dass der Gemeinderat die Bevölkerung aktiv in den Prozess einbeziehen will.

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